Sklerotherapie

Die Sklerotherapie

ist ein seit vielen Jahren bekanntes und erfolgreiches eingesetztes Mittel nicht nur zu Behandlung von Besenreisern und kleineren Varizen, sondern auch von Rezidivvarizen und Stammvarikosen. Oft ist es der Wunsch des Patienten, das optische Bild zu verbessern, sodass die Venensklerosierung auch im kosmetischen Bereich eingesetzt wird.

Wie läuft eine Behandlung ab?

Sklerosierung heißt eigentlich „Verklebung„ der Krampfader. Das Verödungsmittel wird in die Vene gespritzt, führt zu einer Reizung der Venenwand, wodurch sich das Gefäß verschließt, verklebt und zu einer Unterbrechung des Blutflusses führt. Danach wird ein Druckverband angelegt. Einerseits zum Schutz vor einer Nachblutung durch den Stichkanal, andererseits damit allfällige Blutansammlungen sehr klein bleiben.
Falls bei einer verschlossenen Vene Restblut verbleiben sollte, muss dies eventuell mit einer Stichincision entfernt werden. Die verschlossene Vene wird dann langsam vom Körper abgebaut.
Je nach Anzahl der betroffenen Venen können in der gleichen Sitzung weitere Krampfadern behandelt werden. Falls erforderlich, können die Verödungen auch an beiden Beinen am gleichen Tag durchgeführt werden.
Nach der Sklerosierung von größeren Krampfadern können längerfristig harte Stränge bleiben. Diese verschwinden mit der Zeit.
Es empfiehlt sich nach der Sklerosierung tagsüber einen Kompressionsstumpf zu tragen.
Bitte gehen sie nach der Behandlung spazieren. Es ist nicht verboten Sport zu treiben, zum Beispiel Gymnastik oder Radfahren. Während einer Sklerosierungsbehandlung sind Schwimmen, Sauna und Sonnenbad nicht möglich, da z.B Sonnenbestrahlung die Braunverfärbung behandelter Venen fördert. Wenn sie am Tag der Behandlung duschen wollen, dann legen sie dafür einen provisorischen Badestrumpf an.
Sklerosierungen sind minimal invasive Eingriffe. Sie sind ambulant durchführbar, gut verträglich und weitgehend schmerzfrei.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nesselsucht/ Urtikaria
Hierbei treten juckende leicht erhabene Areale an den Einstichstellen auf. Sie sind in der Regel nach einer Stunden verschwunden.

Hämatome
Häufig kommt es nach dem Veröden zu blauen Flecken an den Einstichstellen. Diese Blutergüsse werden vom Körper innerhalb weniger Tage oder Wochen aufgelöst.

Braunverfärbung (Hyperpigmentierung)
Häufig kommt es zu einer Verfärbung der Haut über den erfolgreich sklerosierten Krampfadern. In den überwiegenden Fällen lösen sich diese Stellen innerhalb von Wochen oder Monaten auf und nur ganz selten können sie bleiben und kosmetisch stören. Deswegen ist Sonnenbaden während der Behandlung verboten.

Mattenbildung bzw. „Matting“
Matting ist die Ausbildung von neuen , feinsten Teleangiektasien (Umgehungskreisläufe), die nach Sklerosierung im Nachbarbereich auftreten können, da sie alle untereinander verbunden sind. Diese ein bis zwei Wochen nach einer Behandlung auftretende Nebenwirkung zieht unter Umständen eine weitere Sklerosierung nach sich und kann durch eine Therapie der Nährvene behandelt werden.

Venenentzündungen(Phlebitiden)
Es kann bei manchen Patienten nach der Sklerosierung zu einer entzündlichen Überreaktion in der behandelten Vene, aber auch in benachbarten Venen kommen.
Dabei entsteht ein roter, schmerzhafter Strang. Tritt dies auf, suchen Sie bitte, die Praxis auf, da diese Nebenwirkung umgehend behandelt werden muss.

Nekrosen
Liegt die behandelte Krampfader sehr oberflächlich in der Haut, kann es zu einer Entzündung und einem punktförmigen Untergehen der dortigen haut kommen.
Dabei entsteht eine offene Stelle. Dies kann anfangs schmerzhaft sein, heilt aber ab.

Thrombosen
In ganz seltenen Fällen kann nach einer Sklerosierung eine tiefe Thrombose entstehen. Prävention leistet hier der Kompressionsstrumpf.
Bitte melden Sie sich sofort, wenn Sie nach der Sklerosierung im behandelten Bein eine Schwellung und stärkere Schmerzen spüren.

Allergien
Allergien sind sehr selten beschrieben, trotzdem müssen Symptome wie Juckreiz, Rötung, Mundtrockenheit und Hitzegefühl nach der Sklerosierung ernst genommen werden.

Vasovagale Reaktion
Bei ca. einem Prozent führt die Behandlung zu Kreislaufreaktionen (orthostatische Dysregulation).
V.a wenn der Patient nach der Behandlung zu schnell aufsteht oder die Behandlung im Stehen durchgeführt wird.